Monatsarchiv für Januar 2007

 
 

Google rangiert bei Server Infrastruktur

QualitĂ€t zahlt sich bekanntlich aus und so wechselt Google neusten Berichten zufolge mit ihren Servern/Serverkomponenten wieder in Richtung Intel, denen parallel und unabhĂ€ngig zu IBM ein großer Schritt gelungen ist bzgl. Prozessorendesign:

Die “grĂ¶ĂŸte VerĂ€nderung in der Transistor-Technik seit den 60er Jahren” feiert Intel mit seinem jetzt vorgestellten Verfahren fĂŒr die Herstellung von Prozessoren in 45 Nanometern Strukturbreite. Neue Materialien sollen fĂŒr die Core-2-Prozessoren ab Mitte 2007 grĂ¶ĂŸere Caches und mehr Takt bringen.

Dem Bericht der CNET nach geht Intel speziell auf die extrem hohen Anforderungen von Google ein, um sie als Großkunden wieder zurĂŒckzugewinnen, nachdem AMD seit etwa einem Jahr Googles Hauptversorger fĂŒr deren Serverparks waren.

Dieser technologische Schritt fĂŒr Prozessoren kommt Google und natĂŒrlich ebenso den anderen GrĂ¶ĂŸen der Suchmaschinenbranche wie Yahoo, Live.com (Microsoft) oder auch Ask.com sehr gelegen, wenn man einmal schaut wie stark bei den Rechenzentren aufgerĂŒstet wird:

Google in der NĂ€he eines großen Wasserkraftwerks

Microsoft baut fĂŒr 550 Millionen Dollar

Google investiert 600 Millionen Dollar

Es wird sich zeigen, inwiefern sich diese Investionen niederschlagen könnten. Ob Dienste wie YouTube aufgestockt werden oder der Großteil in SuchmaschinenkapazitĂ€ten gesteckt wird, so dass beispielsweise Suchanfragen prĂ€ziser oder noch schneller beantwortet werden?

Adsense Basic(s) (Teil I)

Basierend auf einer interessanten statistische Erhebung von Robert Basic zu den Einnahmen von Weblogs, möchte der Finanzweblog dem in nichts nachstehen und bereitet jetzt und in den nÀchsten Tagen dazu auch ein paar Daten graphisch und analytisch auf. (Hier die Originaldaten.)

Auf die Schnelle gibt es ersteinmal ein-zwei Grafiken, die fĂŒr mich die offensichtlichsten und einleuchtensten waren.

Einnahmen des Fachblogs in US-Dollar und Alter des Fachblogs in Monaten:

Adsense Auswertung

Wie zu erwarten, sind die Einnahmen um so höher, desto Älter der Blog ist. Alles andere wĂŒrde auch stark ĂŒberraschen, da es vor allem Besuchern bedarf um (mehr) Einnahmen zu generieren. So ergeben sich jedoch auch mit zunehmendem Alter weitere Einnahmequellen, wie Sponsoring, Textlinkvermietung(Linklift und Ă€hnliche) oder Affili-Dienste, bei dem es in 99% der FĂ€lle sowieso einer grĂ¶ĂŸeren Besuchermenge bedarf bzw. einer gewissen WebseitenstĂ€rke (Pagerank, Backlinks oder einfach mehr Seiten im Googleindex).

Als nĂ€chstes noch eine kurze Unterteilung in PI (Page Impressionen/Seitenansichten) – Klassen:

0 – 50000 PIs (grĂŒn)

50000 – 100000 PIs (grau)

100000 – 150000 PIs (orange)

>200000 PIs (blau)

Auswertung Adsense Mittelwert
Bildet man ĂŒber die einzelnen Klassen nun die Mittelwerte ergibt sich folgendes Bild:

0 – 50000 PIs ca. 13 US-Dollar
50000 – 100000 PIs ca. 170 US-Dollar
100000 – 150000 PIs ca. 865 US-Dollar
>200000 PIs ca. 5866 US-Dollar

Man darf sich allerdings nicht zu sehr von den (hohen) Zahlen blenden lassen, da diese Klasse( >200000 PIs ca. 5866 US-Dollar) nur aus zwei Werten besteht und das statistisch nicht sauber ist.(Beim nÀchsten Teil wird versucht solche extreme Schwankungen herauszurechnen.)
Kurzes Fazit: Bloggen in Deutschland kann sich bezahlt machen, es fragt sich nur ab wann und ab welchem Bekanntheitsgrad? Leben kann man davon jedoch sicherlich nicht, sondern eher sein Hobby ein wenig refinanzieren.(Hostingkosten, Internet/DSL-GebĂŒhren und Ă€hnliches)
Hier noch zum Vergleich ein englisches Blog: John Chow

HejdÄ MAN(DE0005937007)?

Muss sich MAN diese Woche von seinen ÜbernahmeplĂ€nen nun endgĂŒltig verabschieden? Nach neusten Berichten sind diese Woche noch einmal große GesprĂ€che geplant zwischen MAN(DE0005937007), Scania(SE0000308272) und VW(DE0007664005).

Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr von einem VW-Insider, dass sich das PrÀsidium des VW-Aufsichtsrates in den kommenden Woche auch mit der geplanten Lkw-Alllianz von MAN und Scania befassen werde.

Es bleibt also weiter spannend in dieser deutsch-schwedischen Übernahmerunde, wobei der Dreh- und Angelpunkt vermutlich die Familie Wallenberg bzw. deren Finanzholding sein wird.

Lycka till Herr Samuelsson!

Studentenverzeichnis verkauft

Das Jahr ist noch keine 3 Tage alt und schon ist die erste grĂ¶ĂŸere Übernahme der “Next Economy” (oder auch Web 2.0) vollbracht: Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat seine Minderheitsbeteiligung aufgestockt und sich nun das ganzen Studentenportal StudiVZ einverleibt.

Rund 100 Millionen sollen dabei fließen/geflossen sein, was einem ungefĂ€hren Preis von 100 Euro pro User entspricht. Ja, 100 Euro, dafĂŒr mĂŒsste jeder Xing Premiumuser 17 Monate ersteinmal dem Portal treu bleiben. Es ist also schon ein wenig fraglich, wie man solch einen Betrag wieder einspielen möchte. Sicher, durch Onlinewerbung, aber ob das in diesem Umfang auch wirklich stattfinden?

Interessant zu wissen wÀre vor allem, wer noch zu den Bietern gehörte? Bekannte Mediengesellschaften fallen einem da sicherlich einige ein und sogar Facebook.com, sozusagen das Finn Dorset der Studienverzeichnisse, wurde mit einem möglichen Kauf in Verbindung gebracht.

Mehr Informationen und Kommentare:

Basicthinking.de

StudiVZ-Blog

Handelsblatt


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