Biogasfonds im Kommen?

2. November 2006
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Die große Welle der Windkraftanlagen ebbt langsam ab, da ist auch schon die nächste Innovation im Anrollen: Biogasfonds.

Aber was ist eigentlich eine Biogasanlage und wie profitiert ein Fonds davon?

Eine Biogasanlage greift beispielsweise auf Mais, Getreide und andere Agraprodukte zurück, um in einem komplexen Prozess Methan zu produzieren, welches nutzbar gemacht, sprich in Energie umgewandelt wird, die dann ins Stromnetz eingespeist wird.
Ein Biogasfond und vor allem seine Rendite richtet sich demzufolge vor allem nach der Effizenz der Anlage bzw. den Anlagen. Der Gewinn setzt sich entsprechend aus den Umsätzen der eingespeisten Energie ins Stromnetz und, ähnlich wie bei Windkraftanlagen, aus Subventionen Begünstigungen vom Staat zusammen.

Dies macht solch ein Investmentprodukt sicherlich interessant, jedoch gilt es auch gewisse Risiken, die solch eine Anlage mit sich bringt, zu beachten. Die Grundstoffe für die Energiegewinnung basieren nuneinmal auf biologischen Gütern, was zur Folge hat, dass diese eventuell nicht ausreichend zur Verfügung stehen, da sie auf einem anderen Markt(Handel) besser abgesetzen werden oder weil schlichtweg Ernten ausfallen können.

In einem breit aufgestellten Portfolio, bietet diese Fondsart jedoch sicherlich eine ansprechende Alternative zu Windkraftfonds oder ähnlichem. Zudem, im Hinblick auf den geplanten Atomausstieg der Bundesregierung, sollte diese ökologische Energiegewinnung nicht wirklich aus dem (fondstechnischen) Sichtfeld verschwinden.

Weitere Informationen:

Biogasglossar

ökologisches Branchenbuch

bildlicher Ablauf Biogasprozess

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Kategorien: Allgemein, Fonds
 
 
 

3 Kommentare zu “Biogasfonds im Kommen?”

  1. Holger
    17. September 2007 um 07:46

    Wieder ein Trend? Man sollte immer beachten Kapitalanlage ist keine Mode.

    Erst waren es die Ostimmobilien, dann Schiffe, Private Equity, Hedge Fondes, Windkraft und jetzt Biogas. Die meisten Investoren hätten mehr Geld gehabt, wenn sie Ihre Geld aufs Festgeldkonto gepackt hätten. Man sollte sich immer die Frage stellen, wenn die Anlage so lukrativ ist, warum will der Initiator dann fremde an diesem Investment beteiligen? Ich denke mal die steigenden Preise bei landwirtschaftl. Produkten schmeissen jetzt schon so manche Kalkulation über den Haufen. Wenn man wo investieren sollte, dann in Land das für die landwirtschaftl. Nutzung gut geeignet ist und dass auch auf Dauer noch genug Regen bekommtö.

  2. Daniel
    26. Juli 2008 um 14:38

    Ich wäre bei allen Investments vorsichtig, die sich nur aufgrund aktueller Subventionen rechnen. Besonders bei Biosprit und Biogas, aber auch bei Solarenergie, rechnet sich die Geschichte für Investoren nur, weil der Staat die Erzeugung von Energie aus diesen Quellen so sehr bezuschusst. Wenn für Solarstrom das 10-fache wie für normalen Hausstrom vergütet wird, stimmt irgendetwas mit dem System der Förderung nicht.

  3. windkraftfonds-interessent
    11. Dezember 2008 um 16:47

    Biogas, Solarenergie und Windkraft haben ein Problem, sie erzeugen zur Zeit noch zu wenig Energie und vor allem Solar und Windkraft unterliegen Schwankungen, die auf dem Energiemarkt nicht toleriert werden. Der Stromverbraucher braucht ein gleichbleibendes Niveau an Stromangebot. Die Sonne scheint nicht immer konstant und der Wind weht auch nicht immer mit gleicher Stärke, deshalb sind diese Energieerzeuger noch nicht so gut, um größeren Anteil an der Stromerzeugung zu haben.
    Dennoch werden in Zukunft mehr von diesen Kraftwerkstypen gebaut werden und was spricht dagegen, das nicht das ein oder andere Projekt sehr erfolgreich sein wird.

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