Wie viel Strom verbraucht Google?
10. September 2011Seit Jahren wird Google ob seines vermuteten riesigen Energieverbrauchs angegriffen. Da wurde viel spekuliert und vermutet. Klar war, dass Google bislang kaum gekannte Datenmengen zu verarbeiten hat und die Rechenzentren irgendwie Strom benötigen. Doch wie viel? Ist Google tatsächlich ein Klimakiller? Gleichzusetzen mit der Schwerindustrie mit ihren rauchenden Schornsteinen? Google selbst wehrt sich gegen diese Vorwürfe und investierte auffällig (und für amerikanische Unternehmen eher unüblich) in die Branche der erneuerbaren Energien. DOch genaue Zahlen zum Energieverbrauch ließ sich Google bislang nicht entlocken. Nunmehr hat der Internet-Konzern die Größe seines Energiehungers verraten. Plastisch ausgedrückte Kurzfassung: Drei Tage Youtube-Konsum verbrauchen so viel Strom wie die Produktion einer DVD. 
Der Suchmaschinen-Gigant wehrt sich schon lange gegen sein Image als Stromfresser und Verursacher des Klimaschädigenden Treibhausgases Kohlendioxid. Zum ersten Mal hat das Unternehmen im Detail dazu Auskunft gegeben.
Demnach verbrauchte Google im vergangenen Jahr knapp 2,3 Millionen Megawattstunden Strom, was nach Google-Angaben weniger als 0,01 Prozent des weltweiten Energieverbrauches darstellt. Im vergangenen Jahr 2010 sei Google damit für den Ausstoß von knapp 1,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid verantwortlich gewesen. Mehr als drei Viertel davon sollen beim Betrieb der Datenzentren und bei der Versorgung der Google-Büros angefallen sein.
Google wird schon seit langem für seinen riesigen Stromverbrauch kritisiert. Schon vor Jahren schrieb und vermutete die „New York Times“, dass die Bearbeitung einer Google-Suchanfrage so viel Strom verbrauche wie eine Energiesparlampe in einer Stunde. Und der Physiker Alex Wissner-Gross von der amerikanischen Harvard-Universität errechnete, dass bei zwei Google-Suchen so viel Kohlendioxid entsteht wie beim Aufbrühen einer Kanne Tee.
Das klingt viel und wird nahezu unvorstellbar, wenn man die Milliarden-Suchanfragen berücksichtigt, mit der die Suchmaschine tagtäglich gefüttert wird.
Und genau wegen dieser gigantischen Mengen an Suchanfragen braucht Google seine riesigen Rechenzentren, für die Google kritisiert wurde und wird. Zuletzt legten die Umweltschützer von Greenpeace wieder einmal nach. In ihrer Umweltstudie „How dirty is your data?“ kritisieren sie, dass Unternehmen wie Google, Facebook und Apple ihre Datenzentren in Regionen wie dem US-Bundesstaat North Carolina und dem Mittleren Westen bauen, wo der Strom billig zu haben ist und hauptsächlich aus der Kohleverbrennung gewonnen wird.
Wie schon gesagt, wehrt sich Google gegen sein schlechtes Image auf diesem Gebiet. Das Internet-Unternehmen aus Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien hat bereits vor einiger Zeit damit begonnen, Projekte zu finanzieren, die Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Wasser gewinnen. Außerdem hat der Konzern mehrere langfristige Verträge für die Lieferung von regenerativer Energie unterzeichnet.
Nach Angaben von Google kam im vergangenen Jahr ein Viertel des von Google verbrauchten Stroms aus diesen “grünen” Quellen. Im kommenden Jahr, so die interne Zielvorgabe, soll es mehr als 35 Prozent sein.
Google ist übrigens seit 2007 CO2-neutral, vor allem, weil das Unternehmen sogenannte Ausgleichspapiere kauft. Verringert zwar nicht den Verbrauch, zeugt aber von der Wahrnehmung der Verantwortung.
Doch will Google Energie sparen? Die Datenmengen werden gewiss nicht weniger werden. Eher mehr.
Cloud-Computing ist hier das “Zauberwort”. Insbesondere die Verlagerung von Diensten in die Rechenzentren, was gemeinhin als Cloud Computing bezeichnet wird, spare Google zukünftig Energie. Unternehmen, die ihren E-Mail-Dienst nicht selber betrieben, sondern stattdessen Googlemail nutzten, könnten bezogen auf den Energieverbrauch bis zu 80 Mal effizienter sein, erklärt Google-Manager David Jacobowitz nun im hauseigenen Internet-Blog. Der Grund liege in den Energiesparmaßnahmen, die in Rechenzentren einfacher umzusetzen seien als bei Servern innerhalb der Unternehmen.
Um den “New York Times”-Vergleich aus der Welt zu schaffen, hat der Suchmaschinen-Konzern eigene Beispiele errechnet. Die Beantwortung einer Suchanfrage verbraucht demnach 0,0003 Kilowattstunden Energie. 100 Internet-Suchanfragen verbräuchten also so viel Strom wie eine 60-Watt-Glühbirne in 28 Minuten.
Das entspreche in etwa der Strommenge, die bei der Produktion von eineinhalb Esslöffel Orangensaft anfalle. Das Cloud Computing und die Nutzung des Internets könne aber auch Strom einsparen. So verbraucht den Google-Rechnungen zufolge die Produktion, Verpackung und der Versand einer DVD so viel Energie wie drei Tage ununterbrochen Youtube gucken.
In diesem Sinne. Frohes Suchen…
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Kategorien: Allgemein, Finanzblog

10. September 2011 um 21:27
Es bleibt aber Google trotz all diese Vorwürfe die Nr.1 für uns Verbraucher….liebe richtige Google als falsche Politik
MFG
Abdullah