Produktionsprobleme verzögern Apples iPhone 5S

Produktionsprobleme-verzoegern-Apples-iPhone-5SDie Produktion des iPhone 5S bereitet Apple Schwierigkeiten. Der Fingerabdruck-Scanner und die Komponenten der LCD Treiber unterliegen offenbar Fertigungsproblemen und verzögern dadurch die Produktion. Um den Erscheinungstermin im September planmäßig einhalten zu können, müsste die Produktion dagegen bereits angelaufen sein. Auch ein noch unbetiteltes „Billig-iPhone“ scheint bestätigt. Damit will Apple nun auch in den Markt für Mittelklasse-Smartphones einsteigen.

Mehrere Insiderquellen berichten über Probleme bei der Produktion des iPhone 5S. Der Nachfolger des iPhone 5 sollte im September auf den Markt kommen. Das Smartphone soll unterhalb des Homebuttons einen Fingerabdruckscanner besitzen, der das Entsperren des Bildschirmes vereinfachen soll, da keine Wischgesten oder PIN-Eingaben mehr nötig sein werden. Zudem ist es mit der Verifikation mittels Fingerabdruck möglich, einen sicheren mobilen Bezahldienst einzurichten.

Apple übernahm im Juli 2012 für 356 Millionen Dollar das auf Biometrie und Identitätsmanagement spezialisierte Unternehmen AuthenTec, deren Technologien bereits besonders im Business-Bereich in Notebooks, Tablets und Smartphones von LG, Motorola, Samsung und LG zum Einsatz kommen. Laut der Insiderberichte kann der taiwanesische Chiphersteller TSMC, der von Apple mit der Herstellung der Fingerabdrucksensoren beauftragt wurde, die Produktion der Chips erst gegen Ende dieses Monats aufnehmen. Der durch die fehlenden Teile entstehende Produktionsausfall soll sich auf drei Millionen iPhone 5S belaufen.

An dem Erscheinungstermin im September 2013 möchte Apple aber dennoch festhalten. Daher ist damit zu rechnen, dass es zu Verfügbarkeitsengpässen kommen wird. Ebenfalls erwartet wird ein „Billig-iPhone“, welches sich zum Marktstart im Preisbereich zwischen 300 und 400 US-Dollar bewegen soll und somit in die Nische der Mittelklasse-Smartphones eindringen soll.

Der Markt der Einsteiger-Smartphones ist zu hart umkämpft, als dass Apple sich dort viel ausrechnen könnte. Dass neue High-End-Smartphones wie das iPhone 5S nicht automatisch eine Gewinngarantie darstellen, merkte nicht nur Apple selbst mit dem iPhone 5, sondern auch Samsung anhand der vergleichsweise schlechten Verkaufszahlen des Galaxy S 4. Während im Bereich der Oberklassen-Smartphones eine gewisse Marktsättigung erreicht zu sein scheint, sieht Apple im Mittelklassebereich noch viel Potential.

Da weder das iPhone 5S, noch das „Billig-iPhone“ bisher offiziell bestätigt oder vorgestellt wurden, handelt es sich bisher noch um Gerüchte. Für Marktanalysten wie Peter Misek von Jefferies sind diese aber glaubwürdig, denn alle unterschiedlichen Insiderquellen ergeben ein stimmiges Gesamtbild, zu dem es auch passt, dass TSMC laut Bericht des Wall Street Journals seit Ende März etwa 10.000 neue Mitarbeiter einstellte, welche in Zhengzhou eingesetzt werden, einem der für die Herstellung von iPhones wichtigsten Standorte.

Abzuwarten ist, ob Apple mit dem iPhone 5S und dem wahrscheinlichen „Billig-iPhone“ das Geschäftsjahr 2013 noch retten kann. Analyst Misek erwartet 30 Millionen Verkäufe des iPhone 5S und stellt somit eine relativ verhaltene Prognose, wohl als Lehre aus den schlechten Aktienentwicklungen bei Apple und Samsung, nachdem die sehr hohen Erwartungen an die Verkäufe des iPhone 5 und Galaxy S4 nicht erfüllt werden konnten.