Archiv der Kategorie ‘Aktien‘

 
 

Angst vor dem schwarzen Montag – Europa auf dem Weg zur eigenen Ratingagentur

In Zeiten der Not sind Freunde rar. Und so war der französische Wirtschaftsminister François Baroin mit seiner Einschätzung ziemlich allein. „Frankreich hat ein uneingeschränktes Vertrauen in die Stabilität der amerikanischen Wirtschaft“, gab er zu Protokoll, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor’s den USA am Sonnabend die höchste Bonitätsstufe aberkannt hatte. Sein deutscher Amtskollege Philipp Rösler teilt das „uneingeschränkte Vertrauen“ offenbar nicht. Jedenfalls ließ der Vize-Kanzler und FDP-Chef am Wochenende nur erklären, dass er sich nicht äußere. Aus anonymen Regierungskreisen verlautete flankierend, „einfach mal die Klappe halten“ sei das Gebot der Stunde.

Dem politischen Berlin ist nur zu bewusst, wie dramatisch die Lage ist. Vertrauen in die USA gehe verloren, und die höhere Zinslast werde das Wachstum der USA und der Weltwirtschaft dämpfen. Insofern ist das ein Vorgang, nach dem man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann.
Den ganzen Beitrag lesen…

Showdown – Ackermann und Börsig. Wer wird fallen?

Für die Finanzwelt ist es eine der brisantesten Fragen des Jahres: Wer wird der nächste Chef der Deutschen Bank? In dieser Woche könnte die vorläufige Entscheidung endgültig bestätigt werden.

Bevor die Bank am Dienstag ihren Zwischenbericht zum zweiten Quartal vorlegt, tagt der Aufsichtsrat. „Wenn es am Dienstag keine Einigung gibt, wäre das schon ein Armutszeugnis“, sagte eine Person, die mit den Gesprächen über die Ackermann-Nachfolge vertraut ist. Der Streit um die wichtigtse Personalie an der Spitze der Deutschen Bank ist geprägt durch den Kampf zweier Giganten: Vorstandschef Josef Ackermann, 63, und Aufsichtsratschef Clemens Börsig, 62.
Den ganzen Beitrag lesen…

Deutsche Börse und Nyse Euronext – Der Weg ist frei

Die Aktionäre der Deutschen Börse haben es spannend gemacht. In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag lief die Andienungsfrist ab. Für eine geglückte Fusion mussten zumindest 75 Prozent des Grundkapitals an die für die Fusion der Börsen gegründete Gesellschaft (Alpha Beta Netherlands Holding) “übertragen” werden. Noch 24 Stunden zuvor reichten die Anteilseigner des Dax-Konzerns jeodch erst rund 35 Prozent der Stimmrechte zum Tausch in Titel der gemeinsamen Börsenholding ein. Ein Scheitern der Fusion stand zu befürchten und möglicherweise hatte auch schon der eine oder andere in New York feuchte Hände.

Mit einer Sonderdividende von zwei Euro wurde versucht den Aktionären einen Umtausch zusätzlich schmackhaft zu machen. Da die Deutsche Börse eigenen Angaben zufolge zu 100 Prozent in Streubesitz ist, war bis zuletzt unklar, ob sie die geforderte Umtauschquote von 75 Prozent erreichen würde. Doch echte Zweifel, hatte eigentlich niemand. Warum auch immer, aber Aktionäre entscheiden oft erst in letzter Sekunde. So auch dieses mal. Nach der “Auszählung” war man froh verkünden zu können, dass die Aktionäre der Deutschen Börse den Weg freigemacht haben für die Schaffung des weltgrößten Börsenkonzerns.
Den ganzen Beitrag lesen…

Patentschutz – Schlappe für Bayer

Patente sind ein wichtiger Faktor im Kampf um Marktpositionen. Wohl dem, der sich auf einen Patentschutz berufen kann. Insbesondere für die forschenden Pharmafirmen bilden Patente die Basis, um die Kosten aus Forschung und Entwicklung wieder einzuspielen. Vereinfacht ausgedrückt stellt sich der Kreislauf wie folgt dar: ein Pharmakonzern investiert Millionen und entwickelt ein neues Medikament oder Präparat. Hierfür wird ein Patent beantragt, das dem Pharmakonzern ein gewisses Alleinstellungsmerkmal zusichert weil es den Wettbewerbern oder den auf die Herstellung sogenannter Nachahmerprodukte (Generika) spezialiserten Unternehmen verbietet, ein Medikament oder Präparat auf der gleichen Basis auf den Markt zu bringen. Dies ist erst nach dem Ablauf der Patentschutzzeit möglich. Bis dahin wird der Preis des Medikaments im wesentlichen vom Phamakonzern bestimmt und nicht aus dem Spiel von Angebot und Nachfrage.

Das macht auch Sinn, denn nur durch Forschung lassen sich neue Medikamente entwickeln – kein Pharmakonzern würde wohl zig Millionen von Euro in die Forschung eines Krebsmittels investieren, wenn zu befürchten ist, dass umgehend ein Nachahmerprodukt für die Hälfte des Preises auf den Markt kommen würde. Forschung ist daher schützenswert – für eine gewisse Zeit jedenfalls. Dann können die Genrikahersteller ihre “nachgebauten” Präparate auf den Markt bringen.

Ende der letzten Woche musste der Pharmakonzern Bayer eine Schlappe in einem Patentrechtsstreit hinnehmen. Nun droht dem Konzern jedoch im lukrativen Geschäft mit Verhütungsmitteln ein Umsatzeinbruch. Der Aktienkurs hat bereits nachgegeben. 
Den ganzen Beitrag lesen…

Anleihen von Mittelstandsunternehmen – Was ist zu beachten?

Derzeit kommen viele Mittelstandsanleihen auf den Markt, die mit hoher Verzinsung locken. Wie sicher ist ein Investment in diese Anleihen und wie realistisch sind derartige Zinsen?

Ein wenig fühlt man sich an die unseligen Zeiten des Neuen Marktes Anfang des Jahrtausends erinnert. Damals kauften Kleinanleger fast wahllos Aktien von Unternehmen, bei denen der Verlust größer war als der Umsatz. Das Ergebnis ist bekannt. Ganz so dramatisch ist es heute noch nicht auf dem Markt für Anleihen von Mittelständlern, aber auch hier sind die Risiken beträchtlich. Darauf deuten schon Zinsen und Renditen hin: Sie schwanken zwischen fünf bis zehn Prozent, im Schnitt sind es gut sieben Prozent. Zum Vergleich dazu: Zehnjährige Bundesanleihen werfen aktuell gerade mal knapp drei Prozent Prozent ab. Beachtet man die alte Weisheit, wonach das Risiko eines Ausfalls mit der Höhe der angebotenen Verzinsung bzw. Rendite steigt, ist also größte Vorsicht geboten, bei den Mittelstandsanleihen.
Den ganzen Beitrag lesen…

Wie sichert man das Depot in der Urlaubszeit?

Die Erfahrung zeigt, dass Hiobsbotschaften meist aus heiterem Himmel und ohne Vorankündigung kommen. Das gilt für wirtschaftsrelevante Informationen ebenso – der Markt macht schließlich keinen Urlaub. Wer also seinen Sommerurlaub unbeschwert genießen will (und im Urlaub nicht ständig via iPhone, Blackberry & Co. online sein will), sollte Geldanlagen und Depot in die Urlaubsvorbereitungen miteinbeziehen.

Anleger, die Aktien, Anleihen, Fonds, Rohstoffe oder gar Derivate halten, stehen dabei eine ganze Reihe von Sicherungsmöglichkeiten zur Verfügung. Sicher muss man nicht alle Optionen in Anspruch nehmen aber wer sie komplett ignoriert, riskiert am Ende, dass die schönste Zeit des Jahres unter Umständen zum teuersten Urlaub des Lebens wird. Je nach Anlage, Risikoneigung und Kenntnissen eignen sich unterschiedliche Methoden. Nachfolgend eine kurze Übersicht, der Möglichkeiten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
Den ganzen Beitrag lesen…

Microsoft fordert Google heraus – Office 365 als cloud-Dienst

Jetzt macht Microsoft also ernst und wirft symbolisch den Handschuh in den Ring und fordert Google auf dessen Terrain heraus. Microsoft bietet sein stärkstes Produkt, das Office-Paket, nun auch als Online-Dienst, d.h. als Cloud-Version an. Damit setzt Microsoft den angekündigten Weg in die Welt der Internetdienste konsequent fort und versucht Marktanteile von seinem Erzrivalen Google zu erobern. Google gibt sich derweil (nach außen) gelassen.

Die Cloud-Version des Office-Paktes trägt den Namen “Office 365″. Hiermit können Kunden auf ihre E-Mail-Kontakte, Word-Dokumente, Excel-Tabellen und Präsentationen überall in der Welt zugreifen, wo es Zugang zum Internet gibt. Damit ist der Nutzer nicht mehr auf seine eigenen Speichermedien (Festplatte, USB, eigener Server etc.) angewiesen. Bislang ist Google der Marktführer auf diesem Gebiet und hat nach eigenen Angaben rund 40 Millionen Nutzer seiner Cloud-Dienste.
Den ganzen Beitrag lesen…


  • Finanzblog – Archiv