Bücher - Artikel, News & Infos

“Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.” Wusste schon Heinrich Heine zu berichten. Wir sehen das ähnlich und stellen an dieser Stelle immer wieder interessante News zu Finanzbücher, Wirtschaftsliteratur und ähnlichem vor. Außerdem beschäftigen wir uns immer wieder mit Rezensionen zu ganz unterschiedlichen Büchern aus der Finanz- und Wirtschaftswelt. Ganz gleich ob klassische BWL-Literatur, Bestseller unter Fachbüchern oder recht unbekannte Büchern und interessanten Thesen, Fakten und Biographien.

 
 

Amazon sammelt Autoren ein

Einem Bericht der New York Times zu Folge ist Amazon.com fleißig dabei Autoren für seinen (digitalen) Buchladen einzusammeln und scheint dabei sehr aggressiv vorzugehen. So hat man bereits Timothy Ferriss (Autor der “4-Stunden-Woche”) unter Vertrag genommen und sammelt scheinbar weiter fleißig  Buchautoren ein. Es scheint dabei uninteressant, ob sie sich bisher selbst verlegen oder bei Verlagen unter Vertrag stehen.
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Stock Picking mit Nebenwerten


Es ist mal wieder an der Zeit ein Buch zum Thema Finanzen etwas näher vorzustellen. Heute geht es einmal um das Thema Aktien Nebenwerte. “Stock-Picking mit Nebenwerten” stammt von Beate Sander und ist bei den Börsenmedien erschienen.

In den 10 bzw. 11 Kapiteln (das 11. ist ein Glossar) wird das Thema der Nebenwerte systematisch abgearbeitet. Es wird allgemein umrissen, auf wichtige deutsche Nebenwertindize eingegangen, Strategien mit Nebenwerten und interessante Märkte vorgestellt.

Sprachlich ist das Buch sehr einfach gehalten und man benötigt keinen Abschluss in BWL oder VWL um das Buch zu verstehen. Viele Dinge sind mit interessanten Beispielen und Statistiken untermalt. Schaubilder lockern das Ganze noch weiter auf und helfen schnell auf den Punkt zu kommen.

Fazit: Für Einsteiger bei deutschen Aktien im Nebenwertbereich ist dieses Buch ein willkommener Einstieg und eine solide Grundlage. Wer schon mehr Ahnung von Aktien und Co hat, also bereits länger aktiv tradet, ist dieses Finanzbuch vermutlich nicht mehr ganz so wertvoll und für den fast gleichen Preis würde ich dann eher Warren Buffett – Das Leben ist wie ein Schneeball empfehlen.

Stock-Picking mit Nebenwerten

Gebundene Ausgabe: 312 Seiten

Verlag: Börsenmedien; Auflage: 1 (12. März 20079

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3938350318

ISBN-13: 978-3938350317

Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 3 cm

Interview: Warren Buffett

In der aktuellen Börse Online gibt es derzeit ein zweiseitiges Interview mit der Nummer 2 auf der Forbes Liste: Warren Buffett. Ein Teil davon gibt es auch online zu lesen. Das restliche Drittel von den zwei Seiten ist auch nicht schlecht und der Starinvestor geht auch ein wenig auf den Vergleich der Derivat und Massenvernichtungswaffen ein, den er vor einiger Zeit gebracht hatte.

Wer ingesamt mehr zum Menschen Warren Buffett und seiner Entwicklung lesen/wissen möchte, sollte sich auf jeden Fall mit dem sehr umfassenden Werk “Das Leben ist wie ein Schneeball” befassen, welches zwar mehr als 1300 Seiten umfasst, jedoch sehr tiefe Einblicke zulässt.

Warren Buffett – Das Leben ist wie ein Schneeball

Sehr vielversprechend und zu einem ziemlich guten Zeitpunkt wie ich erfinde, erscheint demnächst “Warren Buffett – Das Leben ist wie ein Schneeball” von Alice Schroeder .

In der FTD heute vorab zu lesen:

…Eines Tages entdeckte er in der Bibliothek ein Buch. Sein glänzend silberner Umschlag schimmerte wie ein Haufen Münzen, was auf den Wert des Inhalts hinweisen sollte. Der Buchtitel fesselte ihn, er öffnete es und war sofort begeistert. “One Thousand Ways to Make $ 1000″ hieß das Buch. Mit anderen Worten: eine Million! Er las: “Die Chancen von gestern sind nichts im Vergleich zu den Gelegenheiten, die auf den mutigen und tüchtigen Mann von heute warten! Man kann Reichtümer anhäufen, die das Vermögen von Astor und Rockefeller schäbig aussehen lassen.” Diese Worte erschienen Warren wie süße, himmlische Visionen. Er blätterte immer schneller in diesem Buch…

Es würde mich nicht wundern, wenn es im November den Sprung auf die Bestseller ist von Spiegel und Co schafft.

Buch Warren Buffet


Gebundene Ausgabe: 1000 Seiten

Verlag: Finanzbuch; Auflage: 1 (Oktober 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3898794121

ISBN-13: 978-3898794121

Verlosung: Islamic Banking von Daniel K. Bergmann

Basierend auf der letzten Buchrezension vom Finanzweblog über das Thema “Islamic Banking” wollen wir nun ein Exemplar davon verlosen. Aber wie heißt es so schön, ohne Fleiß keinen Preis.

Im Grunde ist es jedoch ganz einfach. Wir möchten gern mit dem Autor des Buches (Daniel K. Bergmann) ein Interview gestalten und suchen dafür interessante Fragen. Diese Fragerunde (einfach Frage hier im Kommentar stellen) lassen wir ersteinmal 3 Wochen laufen und wenn genügend vorhanden sind, werden wir das Interview durchführen und der Autor von “Islamic Banking” wählt die interessanteste Frage aus, die dann das Buch gewinnt.

Also, los gehts, Frage stellen und mit etwas Glück ein Fachbuch gewinnen.

(Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wie beschrieben, gewinnt die interessanteste Frage, wobei natürlich auch andere gute Fragen mit in das Interview eingebunden werden können, die hier gestellt wurden.)

Finanzliteratur: Islamic Banking

Speziell in der Finanzbranche ist es unabdinglich, sich ständig weiterzubilden, wenn man nur Dinge wie SWAPs, Quantfonds und vieles mehr bedenkt, die vor Jahren und Jahrzehnten kaum denkbar gewesen wären.

Relativ neu auf dem Gebiet der Wirtschafts-/Finanzliteratur ist derzeit das Thema “Islamic Banking”. Das gleichnahmige Buch von Daniel K. Bergmann beschreibt sehr weit die Geflogenheiten und Neuerungen, die einen auf diesem Gebiet begegnen können und sicher auch werden. Nicht nur durch die aktuelle Finanzkrise sondern vor allem durch das aufstreben ölreicher Länder/Städte im arabischen(u.a. Dubai), sowie im süd-ostasiatischen(u.a. Kuala Lumpur) Raum füllt das Thema mehr und mehr die Literaturlisten.

Möchte man also mehr von den globalen Finanzmärkten und deren Akteuren
verstehen, wird man um das Islamic Banking als größer werdender Teil des
Ganzen kaum herum kommen.

 

Fazit: Wer bestrebt ist im internationalen Finanzmanagement einzusteigen
(Studenten) oder sich weiterzubilden (Professionals) findet mit diesem Buch
einen guten Einstieg und ein breit gefächertes Nachschlagewerk für das
Islamic Banking.

Wünschenswert wären evtl. einige weitere Übersichtsgrafiken, um die
fachliche Einordnung für Neueinsteiger in das Thema etwas aufzulockern und
zu erleichtern. Der Buchtext insgesamt ist verständlich und klar strukturiert.

Titel: Islamic Banking

Autor: Daniel K. Bergmann

ISBN: 978-3833489747
Verlag: Books on Demand Gmbh

Microsoft, Äpfel und Birnen

Nachdem in den verschiedensten Medien über die Pläne, Sieger und Verlierer philosopiert wurde bzgl. des nicht erfolgten Kaufs von Yahoo durch Microsoft möchte der Finanzblog dem natürlich in nichts nachstehen.

Sicher, Microsoft ist bei seiner Partnerin für eine Zweckehe abgeblitzt, aber das wäre sowieso ein teures und vermutlich kurzfristiges Vergnügen gewesen. Bedenkt man allein die Komplexität einer Suchmaschine und nur ihrer Datencenter, so zeigt dies schon, dass eine Ehe zwischen den beiden Firmen eher einer Vollbremsung gleich gekommen wäre.

(Allein Microsoft wächst grob geschätzt um ca. 10000 Server pro Monat! Von Yahoo mal ganz abgesehen…)

Microsoft macht zwar keinen großen Schritt in Richtung Google, aber warum auch? Selbst Google ist die Nachhaltigkeit seines Konzeptes erst noch schuldig. Davon einmal abgesehen, dass der Vergleich vom Verhältnis zwischen Microsoft und Google oft ziemlich hinkt. Unternehmerisch sind dies nicht Geschwister der Mutter Internet, sondern eher zwei entfernte Verwandte.

Geht man vom folgenden Modell des Unternehmenszykluses aus, so ist Google unternehmerisch noch in der Jugendphase und Microsoft sehr deutlich bereits in der Erwachsenenphase. Google müsster eher einmal schauen, wie “der Ältere” mit Problemen wie z.B. dem War for Talents umgeht, da auch Google kein smartes Start-Up mehr ist.

Es würde derzeit auch wenig Sinn machen für Microsoft Facebook zu kaufen. Sie haben bereits ihren Fuß in der Tür mit dem gekauften Anteil in letzten Jahr, ähnlich wie sich Google bei AOL positioniert hat. Schon allein aus kartellrechtlichen Gründen sollte da bei vorsichtig sein bei angestrebten Komplettübernahmen. (Deshalb wird Google auch nicht Yahoo übernehmen.)

Für Microsoft würde es doch viel mehr Sinn machen, sich näher bei Firmen wie Sourceforge oder auch Ask.com zu positionieren. Das Internet ist so schnelllebig, da sollte man lieber in junge, innovative Unternehmen mit marktfähigen Geschäftmodellen investieren, als in solche, die dem Marktführer hinterherschleichen.