Archiv der Kategorie ‘Internet‘

 
 

Twitteraktien, Facebookaktien – Traum oder Wirklichkeit?

Die letzten Tage war viel los im Silicon Valley was künftige IPOs(Börsengänge) angeht bzw. angehen könnte. Erst hörte man von Twitter, dass ein Börsengang durchaus angestrebt wird, im Laufe des Donnerstags kam dann noch die Meldung über einen möglichen Facebookbörsengang(Facebook) hinzu. An sich beides zwei ziemlich bekannt Webunternehmen des Web 2.0, wenn nicht sogar die beiden populärsten der letzten Monate. Doch trotzdem ziemlich unterschiedlich, was einen möglichen Börsengang betrifft.

Twitter:

Gegründet 2006 und somit noch ein ziemlich junges Unternehmen. Übernahmegerüchte gab es immer wieder einmal, aber man hat sich (bis jetzt) stets behauptet. Geld wird mit der Plattform bisher nur wenig verdient und auch so sind die erfolgreichen Börsenaussichten nur bedingt gegeben, denn eine zweite Dotcomblase möchte hier niemand erleben. Realtimenews sind sicher interessanten Daten für die großen Suchmaschinen, jedoch wird es auf absehbare Zeit davon nur noch zwei Große geben mit Google und Bing/Yahoo. Somit sind die Umsatz- und Wachstumsmöglichkeiten ziemlich begrenzt. Twitteraktien sollten somit wenig Chancen auf eine langjährige Entwicklung haben. Twitter wäre eher ein interessantes Werkzeug in einem Großunternehmen (vielleicht ja NewsCorp oder Thomson/Reuters?). Es wirkt ein bißchen wie bei Digg.com (Socialnews) vor ein paar Monaten bzw. Jahren. Immer wieder gab es neue Übernahmegerüchte, aber irgendwann war der Hype abgeklungen und viele sprangen auf die neue Hypewelle namens Twitter. (Was kommt eigentlich nach Twitter?)

Facebook:

Facebook startete Anfang 2004 und ist seither kontinuierlich am Wachsen. Nach über 5 Jahren werden inzwischen seit 2009 positive  Cashflows erwirtschaftet. Das spricht eine viel deutlichere Sprache, gerade wenn es um die Suche nach einem nachhaltigen Geschäftskonzept geht. Facebook verdient sein Geld, ähnlich wie Google, mit bezahlter Werbung auf seinen Seite, die man direkt über ein AdSystem(Pay per Click System) buchen kann. Im Gegensatz zu Google bucht man keine Suchbegriffe, die vom Benutzer eingegeben werden, sondern bucht Werbung innerhalb einer bestimmten Zielgruppe. Baut Facebook dieses System weiter aus und versteht es den Spagat zwischen Nutzern der Seite und Werbekunden zu meistern, besteht ein durchaus nachhaltiges Konzept als Basis für den Kauf einer Facebookaktie. Allerdings hat auch MySpace vor Jahren ein ähnliches Wachtstum hingelegt, konnte aber irgendwann die Abwanderung nicht verhindern.

Wer schnell steigt, kann auch schnell fallen. Dreh- und Angelpunkt wird somit in erster Linie die Userbindung bei Facebook sein, denn nur so kann man auch die Werbekunden langfristig an sich binden. (Facebook Statistiken)

Fazit: Viele sehen schon wieder eine zweite Dotcomblase auf uns zukommen, dies ist allerdings ein wenig zu schwarz gemalt. Bei beiden Webunternehmen sollte man zwar aktuell eher von Traum als von Wirklichkeit sprechen, auch wenn Facebook der Wirklichkeit näher steht und ein Börsendebut in den nächsten 12 bis 18 Monaten Sinn machen kann. Twitter fehlen wie angesprochen einfach die Perspektiven, auch wenn das Unternehmen inzwischen mit ca. einer Milliard Dollar Unternehmenswert veranschlagt wird.

Finanzwebwelt.de gestartet

Finanz-was ist gestartet? Finanzwebwelt.de! Auf der Seite dreht sich künftig alles rund um die neuesten und interessantesten Finanz- und Wirtschaftsartikel, die das Web zu bieten hat. Was als interessant empfunden wird und was nicht entscheidet der User, indem er für jeden Link/Atikel abstimmen kann. Nicht länger braucht man sämtliche Quellen wieder und wieder nach brauchbaren Informationen abzusuchen, sondern erhält mit finanzwebwelt.de einen zentralen Anlaufpunkt für aktuelle Wirtschaft und Finanznachrichten.

Ebenso für Finanzblogger und Wirtschaftszeitungen bietet sich die einmalige Chance ihre Reichweiten zu erhöhen und mehr Aufmerksamkeit zu erhaltenkostenlos. Mehr Traffic, mehr Links, mehr Sichtbarkeit im Web.

Aktuell befindet sich Finanzwebwelt.de noch in der Betaphase, kann aber bereits jetzt ausgiebig genutzt werden. Wünsche, Kritik, Verbesserungsvorschläge am Besten hier als Kommentar schreiben oder direkt per eMail kund tun. (info “äd” finanzwebwelt.de)

Um das Ganze noch ein wenig mehr zu unterstützen, erhalten die ersten beiden User, die 10 Links auf finanzwebwelt.de eingestellt haben jeweils einen Backlink vom Finanzweblog. (Wenn die 10 Links eingestellt sind, einfach hier als Kommentar den Usernamen posten oder ein eMail schreiben.)

Dell verdient mit Twitter 3 Millionen

Kaum zu glauben, aber es scheint sich doch zu lohnen sich aktiv als Unternehmen an Twitter zu beteiligen. Dell hat in den letzten zwei Jahren mehr als 3 Millionen Dollar damit  verdient. Sicher für einen multimilliarden Unternehmen wie Dell ist dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es zeigt, dass es möglich ist mit Twitter seine Umsätze zu steigern und vielleicht sogar eine völlig neue Zielgruppe (kostenlos, im Bezug auf Twitter) erreichen zu können.

Was wären für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) Möglichkeiten, mit Twitter seine Umsätze zu steigern, gibt es da erste Erfahrungen/Ideen? Vermutlich sind vor allem die Gutscheine ähnlich wie bei Dell recht praktisch, aber was ist, wenn man kein Shopsystem hat bzw. keine Produkte wie Notebooks usw. anbietet?

Echtgeld bei Spekunauten.de

Beim Web 2.0 Startup Spekunauten.de herrscht derzeit weitere Aufbruchstimmung und man sieht sehr schön, dass aktiv an der Plattform gearbeitet wird und auch Userwünsche recht schnell umgesetzt werden.

Größte Neuerung der Börsencommunity aktuell ist die Möglichkeit ab Oktober ein Echtgeldportfolio als und für die Community zu managen d.h. die fünf erfolgreichsten Mitglieder des Vormonats qualifizieren sich für das Trading mit dem Echtgeld, was derzeit 10.000 Euro beträgt. Erzielen die 5 Auserwählten eine Gewinn in dem Monat, so wird dieser zu 50% auf die Tradingmanager und zu 50% auf die gesamte Community verteilt.

Ich bin wirklich gespannt, ob und wie diese Konzept aufgehen wird. Die Verteilung würde ich vielleicht auch etwas anders gestalten, eher 40|40|20 wobei die letzten 20 % einfach thesauriert werden, um einen höheren Anlagehorizont für das Gemeinschaftsportfolio zu erreichen.

Noch mehr Neuigkeiten u.a. zu Investment Clubs findet man im SpekunautenBlog.


  • Finanzblog – Archiv