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Microsoft streicht stellen

Man hĂ€tte es nicht so richtig erwartet, dass selbst ein Gigant wie Microsoft so massiv Stellen streichen muss/wird. Bis zu 5000 von 91.000 Mitarbeitern mĂŒssen ihren Schreibtisch innerhalb der nĂ€chsten 18 Monate rĂ€umen und das Unternehmen verlassen.

Das der Yahoo-Deal in allen seinen Formen und Farben geplatzt ist, kann man da ja fast nur begrĂŒĂŸen und beglĂŒckwĂŒnschen, denn sonst hĂ€tten vielleicht nicht nur die Banken und Autobauer Geld vom Staat bezogen, sondern vielleicht ein Softwareriese mit zu vielen Mitarbeitern und verhaltenen UmsĂ€tzen.

Vorteil des Ganzen ist jedoch die Entwicklung eines großen Start-Up Potentials, was sich die nĂ€chsten zwei Jahre speziell in den USA aufbauen wird, hinsichlich vieler fĂ€higer Mitarbeiter, die entlassen werden. (Nicht nur bei Microsoft.)

Mit Spannung sind vor allem die heutigen Quartalszahlen von Google gegen 22:30 Uhr zu erwarten.

Schott Solar AG und Deutsche Bahn AG bleiben der Börse fern

Es war abzusehen und nun wurde es bestĂ€tigt, die Schott Solar AG verschiebt ihren bereits fortgeschrittenen Börsengang(IPO) erst einmal und ebenso auf die nĂ€chste “Volksaktie”, die der Deutschen Bahn AG, muss bis mindestens Anfang 2009 gewartet werden.

Die aktuelle Finanzkrise und damit verbundene Marktlage wird als oberster Grund genannt, was bei Schott Solar jedoch nicht ganz verstÀndlich ist, da der Wert bereits vorbörslich nach oben zeigte.

Also heißt es als potentieller AktionĂ€r weiter warten und sein Geld lieber auf einem Tagesgeld parken, aber wie die aktuellen FĂ€lle von z.B. Kaupthing Edge zeigen ist auch beim sonst recht sicheren Tagesgeldkonto Vorsicht geboten. WĂ€hrend der aktuellen Finanzkrise lieber auf ein wenig Rendite verzichten, als am Ende auf den Einlagensicherungsfond hoffen, der leider im Fall der islĂ€ndischen Bank wohl nur bis 20887 Euro greift.

Echtgeld bei Spekunauten.de

Beim Web 2.0 Startup Spekunauten.de herrscht derzeit weitere Aufbruchstimmung und man sieht sehr schön, dass aktiv an der Plattform gearbeitet wird und auch UserwĂŒnsche recht schnell umgesetzt werden.

GrĂ¶ĂŸte Neuerung der Börsencommunity aktuell ist die Möglichkeit ab Oktober ein Echtgeldportfolio als und fĂŒr die Community zu managen d.h. die fĂŒnf erfolgreichsten Mitglieder des Vormonats qualifizieren sich fĂŒr das Trading mit dem Echtgeld, was derzeit 10.000 Euro betrĂ€gt. Erzielen die 5 AuserwĂ€hlten eine Gewinn in dem Monat, so wird dieser zu 50% auf die Tradingmanager und zu 50% auf die gesamte Community verteilt.

Ich bin wirklich gespannt, ob und wie diese Konzept aufgehen wird. Die Verteilung wĂŒrde ich vielleicht auch etwas anders gestalten, eher 40|40|20 wobei die letzten 20 % einfach thesauriert werden, um einen höheren Anlagehorizont fĂŒr das Gemeinschaftsportfolio zu erreichen.

Noch mehr Neuigkeiten u.a. zu Investment Clubs findet man im SpekunautenBlog.

Microsoft, Äpfel und Birnen

Nachdem in den verschiedensten Medien ĂŒber die PlĂ€ne, Sieger und Verlierer philosopiert wurde bzgl. des nicht erfolgten Kaufs von Yahoo durch Microsoft möchte der Finanzblog dem natĂŒrlich in nichts nachstehen.

Sicher, Microsoft ist bei seiner Partnerin fĂŒr eine Zweckehe abgeblitzt, aber das wĂ€re sowieso ein teures und vermutlich kurzfristiges VergnĂŒgen gewesen. Bedenkt man allein die KomplexitĂ€t einer Suchmaschine und nur ihrer Datencenter, so zeigt dies schon, dass eine Ehe zwischen den beiden Firmen eher einer Vollbremsung gleich gekommen wĂ€re.

(Allein Microsoft wĂ€chst grob geschĂ€tzt um ca. 10000 Server pro Monat! Von Yahoo mal ganz abgesehen…)

Microsoft macht zwar keinen großen Schritt in Richtung Google, aber warum auch? Selbst Google ist die Nachhaltigkeit seines Konzeptes erst noch schuldig. Davon einmal abgesehen, dass der Vergleich vom VerhĂ€ltnis zwischen Microsoft und Google oft ziemlich hinkt. Unternehmerisch sind dies nicht Geschwister der Mutter Internet, sondern eher zwei entfernte Verwandte.

Geht man vom folgenden Modell des Unternehmenszykluses aus, so ist Google unternehmerisch noch in der Jugendphase und Microsoft sehr deutlich bereits in der Erwachsenenphase. Google mĂŒsster eher einmal schauen, wie “der Ältere” mit Problemen wie z.B. dem War for Talents umgeht, da auch Google kein smartes Start-Up mehr ist.

Es wĂŒrde derzeit auch wenig Sinn machen fĂŒr Microsoft Facebook zu kaufen. Sie haben bereits ihren Fuß in der TĂŒr mit dem gekauften Anteil in letzten Jahr, Ă€hnlich wie sich Google bei AOL positioniert hat. Schon allein aus kartellrechtlichen GrĂŒnden sollte da bei vorsichtig sein bei angestrebten KomplettĂŒbernahmen. (Deshalb wird Google auch nicht Yahoo ĂŒbernehmen.)

FĂŒr Microsoft wĂŒrde es doch viel mehr Sinn machen, sich nĂ€her bei Firmen wie Sourceforge oder auch Ask.com zu positionieren. Das Internet ist so schnelllebig, da sollte man lieber in junge, innovative Unternehmen mit marktfĂ€higen GeschĂ€ftmodellen investieren, als in solche, die dem MarktfĂŒhrer hinterherschleichen.


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