Patente sind ein wichtiger Faktor im Kampf um Marktpositionen. Wohl dem, der sich auf einen Patentschutz berufen kann. Insbesondere für die forschenden Pharmafirmen bilden Patente die Basis, um die Kosten aus Forschung und Entwicklung wieder einzuspielen. Vereinfacht ausgedrückt stellt sich der Kreislauf wie folgt dar: ein Pharmakonzern investiert Millionen und entwickelt ein neues Medikament oder Präparat. Hierfür wird ein Patent beantragt, das dem Pharmakonzern ein gewisses Alleinstellungsmerkmal zusichert weil es den Wettbewerbern oder den auf die Herstellung sogenannter Nachahmerprodukte (Generika) spezialiserten Unternehmen verbietet, ein Medikament oder Präparat auf der gleichen Basis auf den Markt zu bringen. Dies ist erst nach dem Ablauf der Patentschutzzeit möglich. Bis dahin wird der Preis des Medikaments im wesentlichen vom Phamakonzern bestimmt und nicht aus dem Spiel von Angebot und Nachfrage.
Das macht auch Sinn, denn nur durch Forschung lassen sich neue Medikamente entwickeln – kein Pharmakonzern würde wohl zig Millionen von Euro in die Forschung eines Krebsmittels investieren, wenn zu befürchten ist, dass umgehend ein Nachahmerprodukt für die Hälfte des Preises auf den Markt kommen würde. Forschung ist daher schützenswert – für eine gewisse Zeit jedenfalls. Dann können die Genrikahersteller ihre “nachgebauten” Präparate auf den Markt bringen.
Ende der letzten Woche musste der Pharmakonzern Bayer eine Schlappe in einem Patentrechtsstreit hinnehmen. Nun droht dem Konzern jedoch im lukrativen Geschäft mit Verhütungsmitteln ein Umsatzeinbruch. Der Aktienkurs hat bereits nachgegeben.
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