Deutschland fehlt die Wirtschaftskompetenz

Capital.de hat in seinem aktuellen Elitepanel 658 Spitzenpolitiker, Unternehmenschefs und Behördenleiter befragt, ob die Deutschen wirtschaftliche Zusammenhänge erkennen bzw. in welchem Ausmaß. Ein sehr gutes Verständnis sehen nur 0,1% der Topentscheider, 13% mit gut. 68 % der Befragten sehen das Wirtschaftswissen “weniger gut”  und 19% sogar mit “gar nicht gut”.

Somit kann man sagen, das fast 90% die geistige Beweglichkeit für wirtschaftliche Zusammenhänge fehlen und ich denke damit liegen die Entscheider gar nicht so weit weg von der Wirklichkeit. Selbst viele BWL-Studenten reihen sich nahtlos in die 90% ein, obwohl sie es eigentlich gelernt haben müssten. Dem nicht genug, denn die Besten der Besten sehen auch für die Zukunft ziemlich schwarz:

…Die große Mehrheit von 70 Prozent rechnet mit unveränderten Kenntnissen, elf Prozent erwarten sogar ein abnehmendes Verständnis…

Es scheint also folglich, dass sich auch die Topentscheider zu einer weiteren Verdummung entschieden haben, anstatt aktiv einzugreifen, denn anders sind solche pessimistischen Werte wohl kaum zu interepretieren. Aber warum auch nicht, denn sonst würde ja keiner mehr Lehman Zertifikate kaufen oder sich bei anderen komplexen Bankprodukten ein wenig verschaukeln lassen.

Ich hoffe dem wird in Zukunft ein wenig Einhalt geboten. Wenn also hier irgendwelche Fragen aufkommen rund um das Thema Wirtschaft und Finanzen, stellt sie einfach, ich werde sie versuchen nach und nach zu beantworten.





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Datum: 22. September 2009, 12:30
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Kategorien: News

 
 
 

4 Kommentare zu “Deutschland fehlt die Wirtschaftskompetenz”

  1. Konrad Obermair
    23. September 2009 um 17:00

    Man sollte doch hier doch gleich an der Wurzel des Übels, nämlich dem Bildungssystem ansetzen. Die Finanzwelt prägt einen entscheidenden Teil unseres heutigen Lebens. Wenn man sich da nicht auskennt, und nicht von Anfang an ein gewisses Grundverständnis für die wichtigsten Zusammenhänge vermittelt bekommt, wird es nicht nur schwer haben, sondern wird es sogar oft teuer bezahlen müssen.

  2. finanzweblog
    23. September 2009 um 17:10

    Das stimmt und vor allem das man auf aktuelles Wissen zurückgreifen kann. Ich war selbst noch zum Ausbruch der Finanzkrise in der Hochschule und so eine aktuelles Thema wurde gar nicht oder viel zu wenig thematisiert. Was helfen mir da die statischen Investitionsverfahren, die ich nun runterbeten kann? Tendentiell recht wenig!

  3. Rene
    25. September 2009 um 08:46

    Dem kann ich nur zustimmen. Es kann nicht sein, dass Leute mehr Zeit für den Kauf eines Fernsehers oder Autos aufwenden, als für ihre eigene Geldanlage und über die Produkte, in welche sie durch ihre Bank investieren bzw. welche ihnen empfohlen werden, überhaupt nichts wissen. Der größte Teil dieses Unwissens lässt sich durch Selbstbildung beseitigen, nur sind die meisten Menschen von Natur aus faul bei solchen Dingen. Von daher würde ein gesundes Grundwissen meiner Meinung nach in die Allgemeinbildung gehören und damit an der Schule vermittelt werden müssen. Über neue Produkte wie etwa Finanzinnovationen muss sich der Anleger dann aber selbstständig weiterbilden.

  4. Huber
    8. Oktober 2009 um 16:06

    Sind wir noch zur retten?

    Alle Welt ist sich klar wir laufen auf eine Rezession hin. Dennoch reden unsere Politiker von Besserung. Wie kann das sein? Ganz einfach! Der Trick unserer Zeit ist es alles gut und einfach zu Reden wenn es um finanzielle Aspekte geht.

    Kaufen Sie doch Ihr neues Auto, den Kühlschrank, den Fernseher oder sogar Ihren Drogeriemarkt Einkauf auf Raten. Easy Kredit eben!!!

    Das Kreditnehmen ohne Ende nicht funktioniert sieht man am Beispiel der Immobilienblase, doch diese kann betriebswirtschaftlich Gesehen nur der Anfang sein. Wer soll bitte all die Konsumgüter bezahlen, die mit dem Geld gekauft wurden, welche auf Kredit finanzierten Häuser bezahlt wurden? Etwa der Staat mit Subventionen ohne Ende? Das hätte zu Folge es kommt über kurz oder lang zu noch einer größeren Geldentwertung als die Dank des Euros eh schon haben.

    Menschen das draußen wacht auf!!! Wer 15.000 € netto im Jahr verdient, der kann kein 300.000 € Einfamilienhaus und gleichzeitig ein 80.000 € Auto kaufen. Überlegt doch mal logisch, dass sind über 25 Jahre ohne Zinsen und ohne weitere Ausgaben.

    Wacht endlich auf und gebt nur das Geld aus was Ihr auch habt!!!

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