Business Punk – Wirtschaftsmagazin 2.0?
22. Oktober 2009Ich bin ja ansonsten ein großer Freund von Wirtschaftspublikationen aus dem Hause Gruner und Jahr (Financial Times Deutschland, Impulse usw.), aber was ich mit der ersten Ausgabe von “Business Punk – Work hard. Play Hard” gedanklich machen soll, lässt sich noch nicht so recht sagen.
Für mich geht es in dem Heft eher um Businessrebellen, als wirklich Punks. Denn warum ist Mr. Buffett weniger Punk/Rebell? Ist er nicht Spezialist im anders-machen? Ich denke schon. Oder auch die Herren Gates, Brin, Page , Murdoch und wo sind eigentlich die weiblichen Business Punks?
Mit am Besten waren noch die Artikel zum Andersmachen. Bei “Vom Querulanten zum Chef” beleuchteten Walter Gunz (Media Markt), Hans Mahr (Kronen Zeitung) und Thomas Wylenzek (Inner Circle Consultants) ihren nicht immer geradlinigen und steinigen Weg zum erfolgreichen Manager bzw. Unternehmer. Alles Abseits der wirklichen Wirtschafts- und Unternehmensgeschichten hat man schnell den stark verbesserungswürdigen Lifestyletouch angemerkt und möchte am liebsten gleich Papierbasketball mit den Seiten spielen…
Kurzum, die 6 Euro ist das Heft nicht wert, die Stories abseits von Wirtschaft mau und uninteressant und die wirkliche Zielgruppe des Heftes ist nicht klar ersichtlich. Ich werde das zweite Heft sicherlich im Kiosk nochmal durchblättern, aber wenn es so bleibt sicherlich nicht mehr kaufen, wie viele andere sicherlich auch, wenn man sich einmal das Medienecho bei Spiegel und Co ansieht.
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30. Oktober 2009 um 18:29
In der Tat, der Titel ist ein Oxymoron.
Ich würde es verstehen, wenn man Geschichten über äußerlich spießige Ex-Manager schreiben würde, die “das System” unterwanderten, und durch Katastrophen und Chaos dieses “System” in den Abgrund rießen. Das wäre punkiger als es Mainstream-Punks jemals hinbekommen würden!
Aber irgendwelche Blender, die mal Drogen genommen haben oder sonstwie abgedrehte Sachen als Kinder machten, und später zu “Kapitalisten” mutierten… Nunja, das ist Null Punk.
Vielleicht sind demographisch, die Ober-Spießer des Establishment in einem Alter, wo man sich “an die guten alte Zeit” sehnt – Da gibt es ein Markt für etwas wie “Business Punk”…
4. November 2009 um 03:18
Da gebe ich nigecus Recht! Durch irgendwelche Jugendsünden werden Unternehmer sicherlich nicht zu “Business Punks”. Das Heft hat aber durchaus meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als ich im Supermarkt daran vorbeigegangen bin. Lob also an das Marketing!
10. November 2009 um 19:14
Dem Lob ans Marketing kann ich mich nur anschließen, auch ich bin nicht dran vorbeigekommen. Fande die Artikel allenfalls lustig, aber wirklich Gehalt steckte da nicht drin.