iHome: Apple plant Einstieg in Heimautomatisierung

iHome: Apple plant Einstieg in HeimautomatisierungDie Vernetzung sämtlicher Haushaltsgeräte und deren zentrale Steuerung per Smartphone ist schon in den letzen Jahren zu einem zentralen Thema auf Technologiemessen wie der IFA gewesen. Apple scheint nun auch auf diesen Zug aufspringen zu wollen und arbeitet angeblich an einer eigenen Plattform für die Heimautomatisierung. Insider vermuten, dass Apple diese auf seiner Entwicklungskonferenz WWDC in der kommenden Woche vorstellen wird.

Das Internet der Dinge ist in aller Munde. Kühlschränke, Heizungen, Rauchmelder, Fernseher, Computer, Öfen und andere strombetriebene Haushaltsgeräte sollen laut den Wünschen der Hersteller miteinander vernetzt sein und untereinander kommunizieren. Für die Verbraucher bedeutet das, dass sich ihr Haushalt intelligent auf sie einstellt. Mittels Smartphone kann man kontrollieren, ob der Ofen wirklich aus ist oder die Heizung anschalten, kurz bevor man nach Hause kommt. Das ist sehr komfortabel und spart Energie, da kein Gerät Strom verbraucht, wenn es nicht benötigt wird. Der Markt für solche Geräte ist heiß umkämpft. Neben Samsung, Telekom und Google soll mit Apple bald ein weiterer großer Player auf diesem Markt mitmischen.

Anzeichen für iHome

Insider berichten, dass Apple derzeit an einer eigenen Plattform für die Vernetzung von Haushaltsgeräten arbeitet. Angeblich ist die Entwicklung bereits so weit fortgeschritten, dass eine Präsentation auf der Entwicklerkonferenz WWDC, die vom 2. Bis 6. Juni 2014 stattfinden wird, als wahrscheinlich gilt. Die Vermutung kommt nicht von ungefähr, denn bereits jetzt bietet Apple in seinem Store diverse Produkte für sogenannte „Smart Homes“ an. Darunter befinden sich zum Beispiel Überwachungskameras, Pflanzen-Wachstumssensoren oder Lampen, die per App mit einem iPhone oder iPad gesteuert werden können.

Mit Diensten wie AirPlay können Apple-User bereits jetzt ihre Multimediageräte miteinander verbinden und Musik oder Videos drahtlos auf allen verbundenen Geräten wiedergeben lassen. iPhones, iPads und auch iPods können auch als Fernbedienung für die Apple-TV-Box eingesetzt werden. Das Bereitstellen einer eigenen Plattform zur Heimvernetzung wäre ein logischer Schritt des Unternehmens, denn viele Smart Home Geräte sind bereits jetzt schon fähig, mit den mobilen Geräten von Apple zu kommunizieren.

Apple trifft auf starke Konkurrenz

Es gibt viele Unternehmen, die den Markt für Haushaltsvernetzung für sich beanspruchen. Google hat vor einigen Monaten den Thermostathersteller Nest aufgekauft, der intelligente Thermostate und Rauchmelder herstellt. Samsung hat bereits einige Waschmaschinen im Angebot, die sich via Smartphone steuern lassen hat angekündigt, diese Technologie in Zukunft in alle seine Geräte zu integrieren. Allerdings setzt Samsung dabei auf ein eigenes Betriebssystem. Es wird sich zeigen müssen, wie es um die Kompatibilität zu Geräten anderer Hersteller gestellt sein wird. Auch die Telekom dringt derzeit aggressiv auf den Markt für Smart Homes.

Apple betritt die Bildfläche, wenn die Gerüchte stimmen, zwar etwas später als die anderen Anbieter, könnte aber mit einigen Vorteilen aufwarten. Abgesehen davon, dass es schon etliche Geräte gibt, die mit Apple-Produkten kompatibel sind, stellen sich viele Verbraucher auch die Frage, was mit ihren Daten passiert. Google verdient sein Geld unter anderem mit dem Verkauf von Werbung und Nutzerdaten. Letztere sammelt der Konzern aus Cupertino zwar auch ganz eifrig, verkauft sie aber nicht. Das wäre ein großer Vorteil, denn wenn alle Geräte im Haushalt vernetzt sind, werden entsprechend viele Daten aus den eigenen vier Wänden erfasst. Es liegt in der Hand der Verbraucher, zu entscheiden, ob und wenn ja, wer diese sensiblen persönlichen Daten bekommen soll.