Strompreise steigen weiter: EEG-Senkung gefordert

strompreis eegDie Verbraucherpreise sind in Deutschland im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent gestiegen, Kosten für Benzin und Energie stiegen um ganze 2,7 Prozent. Um die Strompreiserhöhungen zu bremsen, fordert der DIHK eine Absenkung der EEG-Umlage. Das würde vor allem Familien und dem Mittelstand entlasten.

Im Vergleich zum September 2016 sind die Verbraucherpreise um 1,8 Prozent gestiegen. Besonders stark war der Preisanstieg bei den Lebensmitteln. Dort lag er bei 3,6 Prozent. Aber auch Benzin und Haushaltsenergie kosten derzeit 2,7 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Eric Schweizer, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) sprach in der Zeitung „Welt“ davon, dass die hohen Stromkosten langsam zu einem „echten Standortnachteil“ würden. Daher fordert er eine Absenkung der EEG-Umlage.

Niedrigere EEG-Umlage würde Familien entlasten

Die hohen Strompreise haben die Energieunternehmen nur zum Teil zu verantworten. Den größten Anteil am Strompreis bilden staatliche Abgaben und Umlagen. Ein wichtiger Einflussfaktor ist die Ökostrom-Umlage, welche derzeit bei 6,88 Cent pro Kilowattstunde liegt. Die DIHK fordert die Senkung der Abgaben auf 4,71 Cent pro Kilowattstunde.

Profitieren würde vor allem der Mittelstand, der mit den hohen Belastungen zu kämpfen hat. Aber auch Familien würden deutlich entlastet. Familien, die pro Jahr 5.000 Kilowattstunden Strom verbrauchen, würden um rund 129 Euro entlastet, immerhin mehr als zehn Euro pro Monat. Aber auch kleinere Haushalte könnten viel Geld sparen. Bei 2.000 Kilowattstunden Stromverbrauch würden immer noch etwa 52 Euro eingespart werden können.

Erhöhung der EEG-Umlage 2018 bleibt möglich

Die Initiative Agora Energiewende rechnet mit einer Absenkung der EEG-Umlage, allerdings nur auf etwa 6,60 Cent pro Kilowattstunde. Familien mit 5.000 kWh Stromverbrauch würden dann pro Jahr nur noch um 16,66 Euro entlastet. Agora hält aber auch eine Erhöhung auf 6,90 Cent für möglich. Wie hoch die EEG-Abgabe 2018 ausfällt, wird am 15. Oktober bekanntgegeben. C. Wiemer vom Fachportal Wechselpiraten geht aktuell „eher von einer leichten Erhöhung aus“.

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