Zalando trotz Umsatzsteigerung weiter in den roten Zahlen

Zalando trotz Umsatzsteigerung weiter in den roten Zahlen

Quelle: Zalando

Der Online-Modehändler Zalando konnte im Geschäftsjahr 2013 eine Umsatzsteigerung um etwa 600 Millionen auf 1,8 Milliarden Euro verbuchen. Das entspricht einer Steigerung von 50 Prozent. Allerdings konnte immer noch kein Gewinn erwirtschaftet werden. Auch wenn Zalandos Wachstum schwächer war als in den Jahren zuvor, gibt sich Geschäftsführer Rubin Ritter optimistisch, zögert aber noch mit dem Gang an die Börse.

Zalando ist nach eigenen Angaben mittlerweile der führende Online-Anbieter für Mode. Tatsächlich kann das Unternehmen regelmäßig starke Wachstumsraten vorweisen. Den nun veröffentlichten Umsatzzahlen (PDF) für das Geschäftsjahr 2013 weisen einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro aus. Das sind 600 Millionen Euro, bzw. 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, in dem der Umsatz ebenfalls um die Hälfte zulegte. Im Vergleich zu 2012, als Zalando seinen Umsatz verdoppeln konnte, sind diese Werte jedoch niedrig. Zalando schaffte es auch im vergangenen Jahr nicht in die Gewinnzone. Immerhin konnte die EBIT-Marge leicht verbessert werden.

Steigende Umsätze, weniger Verluste

Hätte Zalando in den Kernregionen Deutschland, Österreich und Schweiz keine Zinsen und Steuern bezahlen müssen, hätte der Online-Händler das erste mal seit seiner Gründung einen Gewinn erwirtschaftet. Als EBIT-Marge wird das Verhältnis des Gewinns vor Zinsen und Steuern zum Umsatz über den gleichen Zeitraum bezeichnet. Im vergangenen Jahr konnte Zalando diesen Wert im Vergleich zum Vorjahr um einen halben Prozentpunkt auf minus 6,7 Prozent verbessern, was aufgrund der schwierigen Geschäftsbedingungen 2013 bemerkenswert ist.

2013 war für den Modehandel ganz Europas ein schweres Jahr. Schuld daran waren der milde Winter und der späte Sommeranfang. Die Modebranche reagierte darauf mit hohen Preisnachlässen, was sich belastend auf die Gewinnmargen auswirkte. Der Trend zum Onlineshopping hält unterdessen weiter an. Mehr als 13 Millionen Kunden kauften 2013 mindestens einen Artikel aus Zalandos Sortiment, das sind vier Millionen mehr als im Vorjahr. Erstmals verkaufte Zalando im vergangenen Jahr mehr Bekleidung als Schuhe, was ursprünglich das Kerngeschäft war. Die Rücksendequote lag weiterhin stabil bei 50 Prozent.

Positive Aussichten auf 2014, Börsengang möglich

Geschäftsführer Rubin Ritter gibt sich ob der weiterhin roten Zahlen optimistisch. Es sei nicht die oberste Priorität schnell Geld zu verdienen. Vielmehr sei es das Ziel, weiter zu investieren und das Geschäft weiter auszubauen, damit mittel- bis langfristig Geld verdient werden kann. Aus diesem Grund investierte Zalando auch im vergangenen Jahr wieder viel Geld in den Ausbau der Logistik-Kapazitäten. Des Weiteren hat Zalando auch den Sprung ins Mobile-Zeitalter geschafft. Gegen Jahresende verzeichneten die Statistiken, dass der Online-Shop von mehr als 35 Prozent seiner Besucher über Smartphones und Tablets angesteuert wurde.

Im Dezember wurde die Rechtsform des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, was für gewöhnlich bedeutet, dass ein Börsengang angestrebt wird. Ritter sagte dazu, dass der Börsengang derzeit keine Priorität habe, aber: „Es ist eine mögliche interessante Option für die Zukunft“. Sorgen um das künftige Wachstum er sich ebenfalls nicht. So wurde auf eine Netto-Liquidität von 350 Millionen Euro verwiesen, die für entsprechende Investitionen genutzt werden können.

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