Finanzreform Anno 2009
An allen Ecken und Ende im Web ließt man über die neue Finanzreform von Barack Obama. Hedgefonds sollen nun doch reguliert werden, Banken sollen der FED unterstehen und die SEC hat vermutlich bald gar nichts mehr zu sagen. (Eine sehr gute Zusammenfassung inkl. Video von Obama findet man beim BlickBlog.)
Viele der Dinge mögen vielleicht vielversprechend wirken, aber bis jetzt ist davon ja noch nichts verabschiedet worden und wie stark Lobbygruppen sein können hat sich ja in Washington ein ums andere mal gezeigt. Aus meiner Sicht wird mit der Reform zukünftig zu stark in den Markt eingegriffen. Was ich für viel wichtiger halte ist schlicht die Entflechtung von Macht der Unternehmen und deren Machtverknüpfungen innerhalb der Wirtschaft. (Siehe HRE in Deutschland, die nicht pleite gehen darf, weil sie sonst vermutlich eine Menge anderer großer Banken mit in den Abgrund gerissen hätte.) Soetwas darf einfach nicht passieren, dass Unternehmen künstlich am Leben gehalten werden, obwohl sie gar nicht mehr lebensfähig sind. Solche Unternehmen gehören abgewickelt, wobei Banken sicherlich auf Grund ihrer Stellung eine besondere Betrachtung finden.
Jeder kleiner Mittelständer muss den Gang zum Amtgericht wählen, wenn nichts mehr geht und Insolvenz anmelden, wonach die Firma (meist) abgewickelt wird, in welcher Form auch immer. So ist nuneinmal der Lauf der (Unternehmens-)Dinge, sei es durch schlechtes Management, starken Nachfragerückgang für alte Produkte oder Ausbluten durch die Gesellschafter. Soetwas (das Abwickeln) muss auch einfacher gestaltet werden für Großunternehmen, die am Markt nicht mehr überlebensfähig sind. Alles andere ist Augenwischerei und meistens nur ein Spiel auf Zeit. (siehe dazu auch die Holzmannpleite, die erst verhindert wurde, dann aber doch unwiederruflich eintrat.)
Warum entwickelt man nicht mehr Insolvenz erwartende Härtetests, gerade für Großunternehmen, um zu sehen, ob bei einer möglichen Insolvenz die ganze Branche gleich mit den Bach runter geht? Die Stresstests von Banken und Versicherungen sollten einfach systematisch ausgebaut werden, quantitativ wie qualitativ.
Wo wären weitere wichtige Punkte?
Tags: finanzkrise, finanzreform
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7. Juli 2009 um 09:38
In der sogenannten “Reform” wird nicht zu sehr in den Markt eingegriffen, sondern eher in die amerikanische Staatskasse. Die FED ( ein Konsortium privater Banken, welches von niemanden kontrolliert wird ) soll über eine staatliche Aifsichtbehörde gestellt werden. Selbst Greenspan teilte in einem Interview mit, dass die Fed mehr Macht über den amerikanischen Staat und deren Gesetze hat und diese Macht noch weiter auszubauen ist. Aus dem Rettungspaket der USA sind 9,7 Billionen US-Dollar verschwunden. Auch hier in Deutschland wird dem Steuerzahler nicht bekannt gegeben, wer aus dem dem SOFFIN welche Gelder erhält. Nachweislich ist bekannt, dass ehemalige Manager deutscher (Landes-) Banken Bilanzen gefälscht haben und jetzt bei einer anderen Landesbank tätig sind. Die internationalen “Reformen” werden den Steuerzahlern jedes Landes nur noch mehr kosten, als das Problem der Finanzwirtschaft von Grund auf aufzuspüren.