Deutsche Exporte mit größtem Minus seit 2009

Deutsche Exporte mit größtem Minus seit 2009Laut Angaben des statistischen Bundesamtes ist die Zahl der deutschen Exporte im Mai um 2,4 Prozent gesunken. Nach dem Wachstum von 1,4 Prozent im April hatten Ökonomen ein Minus von lediglich 0,4 Prozent erwartet. Seit Dezember 2009 hat es keinen so großen Rückgang der Exportzahlen mehr gegeben.

Schuld daran sind die allgemeine Rezession innerhalb der Eurozone und die sich abschwächende Konjunktur bedeutender Absatzmärkte wie China. Experten geben sich wenig überrascht von dem Negativtrend und rechnen weiter mit holprigen Geschäften und einer langsamen Wiederbelebung der Weltwirtschaft.

Christian Schulz, Volkswirt bei der Berenberg Bank, blickt trotzdem optimistisch in die Zukunft: „Wenn sich die Euro-Zone in der zweiten Jahreshälfte aus der Rezession herausarbeitet und die USA weiter stark bleiben, dann sieht die Lage für deutsche Exporteure wieder wesentlich rosiger aus“. Die deutsche Industrie- und Handelskammer rechnet damit, dass die Exporte in diesem Jahr weiter ansteigen werden, wenn auch nur um zwei Prozent. Die 3,7 Prozent des Vorjahres werden wohl nicht wieder erreicht werden.

Besser lief das Geschäft für Importeure. Im Vergleich zum Vormonat stieg das Handelsvolumen um 1,7 Prozent. Prognostiziert war hier lediglich ein Anstieg um 0,5 Prozent. Die Handelsbilanz ist insgesamt weiterhin positiv und weist einen bereinigten Überschuss von 14,1 Milliarden Euro auf.