GfK Konsumklima – Es wird gekauft, nicht gespart

positive EntwicklungLaut der aktuellen Konsumklimastudie der GfK macht sich bei den deutschen Verbrauchern eine positive Stimmung bemerkbar. In Erwartung steigender Löhne geben die Deutschen ihr Geld lieber aus als es zu sparen. Schuld daran sind niedrige Zinsen. Der Konsumklimaindex ist mit 6,5 Punkten so hoch wie zuletzt im September 2007.

Die Verbraucher zeigen sich in Kauflaune. Gute Tarifabschlüsse und der stabile Arbeitsmarkt in Deutschland lassen die Deutschen positiv in die Zukunft blicken. Die Einkommenserwartung stieg im Vergleich zum Vormonat von 33,9 auf 36,2 Punkte. Auch die Konjunkturerwartung legte mit einem Sprung von -0,2 auf 1,1 Punkte deutlich zu. Die Anschaffungsneigung ging von 37,7 auf 36,5 Punkte zurück, befindet sich aber immer noch auf sehr hohem Niveau.

Allerdings wird lieber eingekauft als gespart. Die Zinsen sind derzeit so niedrig, dass es sich kaum lohnt, das Geld auf die Bank zu bringen. Dafür steigt die Attraktivität von längerfristigen Investitionen, denn die erwartete positive Konjunkturentwicklung, auch wenn man nicht mit einem starken Aufschwung rechnet, offeriert den Verbrauchern Planungssicherheit. Das kann vor allem der Immobilienbranche zu gute kommen, da Baufinanzierungen und Kredite derzeit zu guten Konditionen angeboten werden.

Sollte die Schuldenkrise nicht weiter ausarten, wird sich laut der Studie der allgemein positive Trend in den kommenden Monaten weiter in diese Richtung entwickeln. Für Juli 2013 wird ein Konsumklimaindex von 6,8 erwartet.

Die Verbraucher fassen wieder Vertrauen in die Wirtschaft. Da der Privatverbrauch in Deutschland etwa 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, ist es vor allem den Konsumenten zu verdanken, dass die wirtschaftliche Lage stabil ist und Deutschland nicht in eine Rezession geraten ist.

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