Hewlett-Packard vermeldet Umsatzrückgang in zentralen Bereichen

Hewlett-Packard vermeödet Umsatzrückgang in zentralen BereichenDer ehemals weltweit größte PC-Hersteller Hewlett-Packard hat weiter mit Umsatzrückgängen und Kursverlusten zu kämpfen. Die nun veröffentlichten Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2013 weisen zwar einen Gewinn von 1,39 Milliarden Dollar aus, jedoch auch einen Umsatzrückgang von acht Prozent. Besonders die zentralen Geschäftsfelder Drucker, Server und Software zeigen stark sinkende Zahlen. Konzernchefin Meg Whitman hat die Wachstumsprognosen für dieses Jahr aufgegeben und will das Unternehmen mit einem neuen Manager wieder auf Erfolgskurs bringen.

Im hart umkämpften PC-Markt muss HP erneut einen starken Rückschlag verkraften. Das Unternehmen befindet sich seit längerer Zeit in einem Umstrukturierungsprozess, da der ehemals weltgrößte PC-Hersteller in der Vergangenheit die Entwicklung auf diesem Geschäftsfeld falsch eingeschätzt hat. Meg Whitman hat als Nachfolgerin des ausgeschiedenen Konzernchefs Leo Apotheker, welcher zwecks Umstrukturierung die PC-Sparte komplett aufgeben wollte, die Bereiche Server und Software als zentrale Geschäftsfelder auserkoren.

Jedoch ausgerechnet diese Bereiche stecken in der Krise. Wie zuvor Hauptkonkurrent Dell wird auch HP von der allgemeinen Absatzkrise bei klassischen PCs erfasst. Der Umsatz der PC-Sparte ging im Vergleich zum Vorquartal  um 7,7 Milliarden Dollar, was in etwa elf Prozent entspricht, zurück. Die Verkaufszahlen von Produkten an Endverbraucher sanken gar um 22 Prozent. Auch für das Geschäft mit Druckern vermeldete HP einen Umsatzrückgang von vier Prozent, so dass dieser nur noch bei 5,8 Milliarden Dollar liegt.

Probleme mit der Produktpalette

Hewlett-Packard ist durch Bau und Verkauf von Computern und Druckern groß geworden. Dieser Bereich steckt jedoch weltweit in der Krise. Hersteller wie Lenovo reagierten schneller auf den Marktwandel. Der Trend entwickelt sich weg vom klassischen PC und hin zu mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablet-PCs. Gerade in diesem Segment ist der Konzern jedoch schwach aufgestellt.

Als wahre Goldgrube erwies sich in der Vergangenheit der Verkauf von Druckern. Tatsächlich konnte der Absatz dieser Geräte im vergangenen Quartal um zwei Prozent bei Privatpersonen und zwölf Prozent bei Unternehmen gesteigert werden, der Umsatz dagegen sank. Besonders die Endverbraucher drucken immer weniger. Statt selbst zu drucken nutzen die Menschen immer stärker Online-Speicherdienste und Fotoplattformen.

Bill Veghte wird neuer Manager

Whitman erklärte bei der Vorstellung der Quartalszahlen, dass der Unternehmensschwerpunkt in Richtung Server und Unternehmens-Dienstleistung verschoben werden soll, da hier größeres Zukunftspotential vorhanden ist, als in den ursprünglichen Hauptgeschäftsfeldern. Laut der aktuellen Zahlen ging das Geschäft hier um neun Prozent ebenfalls zurück. Richten soll es Bill Veghte, welcher bisher für das operative Geschäft zuständig war.

Zwar zeigt sich Whitman von dem Umsatzeinbruch enttäuscht, sieht die Entwicklung des Unternehmens jedoch auf dem richtigen Weg. In einer Pressemittelung gab sie bekannt, dass sich die Kostenstruktur und das operative Geschäft  positiv entwickeln. Außerdem ist sie „weiterhin davon überzeugt, dass unsere Restrukturierung Fortschritte macht“.