Umsatz- und Gewinnanstieg bei Intel in Q4 2013

positive EntwicklungDer Chiphersteller Intel konnte seinen Gewinn im vierten Quartal 2013 um sechs Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar und seinen Umsatz um drei Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar steigern. Für das gesamte Jahr 2013 musste Intel jedoch rückläufige Zahlen vermelden. So ging der Umsatz um ein Prozent auf 52,7 Milliarden Dollar zurück, der Gewinn schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr sogar um dreizehn Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar. Bezüglich der Prognose für 2014 gibt sich der Konzern verhalten.

Der allgemeine Einbruch der Absatzzahlen auf dem Markt für klassische Desktop-PCs und Notebooks ist auch für den Chiphersteller Intel spürbar. Das Unternehmen hat den Trend zu Smartphones und Tablet-PCs verschlafen und bemüht sich, den Rückstand aufzuholen. Auf dem Markt für klassische Computer hat Intel weiterhin hohe Marktanteile und kann entsprechend hohe Gewinne einfahren, insgesamt trägt die PC-Sparte zwei Drittel zum Gesamtumsatz bei.

PC-Sparte trotz Markteinbruch stabil

Insgesamt befinden sich die Zahlen der PC Client Group im vierten Quartal 2013 mit einem Umsatz von 8,6 Milliarden Dollar in etwa auf Vorjahresniveau. Positiver entwickelte sich dagegen der Umsatz der Data Center Group, welche vor allem vom Ausbau der Cloud profitierte. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf etwa drei Milliarden Dollar an. Die Intel Architecture Group erwirtschaftete 1,1 Milliarden Dollar, was einem Plus von neun Prozent entspricht.

Trotz des schrumpfenden Marktes für Desktop-PCs konnte Intel Umsatz und Gewinn halten. Dafür sorgte der Anstieg des Absatzes gegen Jahresende. Analysten der IDC und Gartner gehen davon aus, dass sich der Markt in den kommenden Jahren stabilisieren wird. Von einem möglicherweise kommenden Aufwärtstrend wagen die Marktanalytiker allerdings nicht zu sprechen.

Verhaltene Prognosen für 2014

Für das laufende Geschäftsjahr gab Intel bei der Vorstellung der Bilanz auch einen Ausblick, der bei den Anlegern allerdings wenig Grund zur Freude bot. Das Unternehmen geht von Erlösen von 12,8 Milliarden Dollar mit einer Schwankungsbreite von 500 Millionen Dollar im ersten Quartal 2014 aus. Insgesamt rechnet Intel damit, dass Umsatz und Gewinn des laufenden Jahres etwa auf dem Niveau von 2013 liegen werden.

Aufgrund dieser Prognose fiel der Aktienkurs des Konzerns im nachbörslichen Handel um 3,5 Prozent. Doug Freedman, Analyst von RBC Capital Markets, sagte gar, dass das Management offenbar nicht daran interessiert sei, ordentliche Gewinne abzuliefern. Intel stellt allerdings auch Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Höhe von 10,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Mit diesen Mitteln sollen nicht nur bessere Chips für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets entwickelt werden, sondern auch viele neue Chips, darunter beispielsweise der Quark, welcher für Industrie- und Medizintechnik hochattraktiv sein soll. Intel geht davon aus, auf diesem Markt innerhalb der nächsten Jahre mehrere Milliarden derartiger Chips absetzen zu können.