Archiv der Kategorie ‘Strategie‘

 
 

CEO of the Future

Kürzer als bei Spiegel-Online kann man es wohl nicht umreißen:

Mode- oder Autokonzern – welche Firma möchten Sie sicher durch die Krise führen? Beim Wettbewerb “CEO of the Future” von “manager magazin” und McKinsey bringen Studenten und Berufseinsteiger ihre Karriere nach vorn. Gefragt sind gute Strategien. Lohn der Mühe: 30.000 Euro Preisgeld.

Es geht also im Kern um ein Wirtschaftsstrategiespiel, bei dem Mann stets als Einzelkämpfer mehrere Runden durchlaufen muss.

1. Runde: Ein 100 Tage Sofortprogramm für die aktuelle Wirschaftslage entwicklen und einen Lebenslauf einreichen.

2. Runde: Eintägige Workshops in München oder Düsseldorf, wo man sich vor einer simulierten Aufsichtsratsitzung beweisen muss.

3. Runde: Die Top 20 darf sich nochmal vor der Expertenjury beweisen, die teilweise aus CEOs/Senoirpartner der Förderunternehmen besteht.

Lohn für die Mühe sollen dann für die Top 3 15000, 10000 und 5000 Euro Preisgeld sein, sowie individuelle Coachings durch die Chefs der Partnerunternehmen.

Wäre einmal interessante zu wissen, wieviele Teilnehmer sich bewerben und vor allem aus welchen Branchen/Studiengängen sie stammen. Mal schauen, vielleicht gibt es ja noch ein paar Zahlen.

Ich überlege vielleicht auch noch mit zu machen, wobei mich vor allem das individuelle Coaching reizen würde. (Siehe Kurzbeschreibung der Jury.)

Dell verdient mit Twitter 3 Millionen

Kaum zu glauben, aber es scheint sich doch zu lohnen sich aktiv als Unternehmen an Twitter zu beteiligen. Dell hat in den letzten zwei Jahren mehr als 3 Millionen Dollar damit  verdient. Sicher für einen multimilliarden Unternehmen wie Dell ist dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es zeigt, dass es möglich ist mit Twitter seine Umsätze zu steigern und vielleicht sogar eine völlig neue Zielgruppe (kostenlos, im Bezug auf Twitter) erreichen zu können.

Was wären für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) Möglichkeiten, mit Twitter seine Umsätze zu steigern, gibt es da erste Erfahrungen/Ideen? Vermutlich sind vor allem die Gutscheine ähnlich wie bei Dell recht praktisch, aber was ist, wenn man kein Shopsystem hat bzw. keine Produkte wie Notebooks usw. anbietet?

Microsoft, Äpfel und Birnen

Nachdem in den verschiedensten Medien über die Pläne, Sieger und Verlierer philosopiert wurde bzgl. des nicht erfolgten Kaufs von Yahoo durch Microsoft möchte der Finanzblog dem natürlich in nichts nachstehen.

Sicher, Microsoft ist bei seiner Partnerin für eine Zweckehe abgeblitzt, aber das wäre sowieso ein teures und vermutlich kurzfristiges Vergnügen gewesen. Bedenkt man allein die Komplexität einer Suchmaschine und nur ihrer Datencenter, so zeigt dies schon, dass eine Ehe zwischen den beiden Firmen eher einer Vollbremsung gleich gekommen wäre.

(Allein Microsoft wächst grob geschätzt um ca. 10000 Server pro Monat! Von Yahoo mal ganz abgesehen…)

Microsoft macht zwar keinen großen Schritt in Richtung Google, aber warum auch? Selbst Google ist die Nachhaltigkeit seines Konzeptes erst noch schuldig. Davon einmal abgesehen, dass der Vergleich vom Verhältnis zwischen Microsoft und Google oft ziemlich hinkt. Unternehmerisch sind dies nicht Geschwister der Mutter Internet, sondern eher zwei entfernte Verwandte.

Geht man vom folgenden Modell des Unternehmenszykluses aus, so ist Google unternehmerisch noch in der Jugendphase und Microsoft sehr deutlich bereits in der Erwachsenenphase. Google müsster eher einmal schauen, wie “der Ältere” mit Problemen wie z.B. dem War for Talents umgeht, da auch Google kein smartes Start-Up mehr ist.

Es würde derzeit auch wenig Sinn machen für Microsoft Facebook zu kaufen. Sie haben bereits ihren Fuß in der Tür mit dem gekauften Anteil in letzten Jahr, ähnlich wie sich Google bei AOL positioniert hat. Schon allein aus kartellrechtlichen Gründen sollte da bei vorsichtig sein bei angestrebten Komplettübernahmen. (Deshalb wird Google auch nicht Yahoo übernehmen.)

Für Microsoft würde es doch viel mehr Sinn machen, sich näher bei Firmen wie Sourceforge oder auch Ask.com zu positionieren. Das Internet ist so schnelllebig, da sollte man lieber in junge, innovative Unternehmen mit marktfähigen Geschäftmodellen investieren, als in solche, die dem Marktführer hinterherschleichen.

Geldanlage 2008 – Aktien

Bezug nehmend auf den Starteintrag zu diesem Thema Geldanlage 2008 – Was ist möglich?, geht es hier nun um eine dieser Anlageformen und zwar Aktien in 2008.

Aktien sind und bleiben sehr wohl auch dieses Jahr 2008 ein geeignetes Mittel, die Renditen eines normalen Sparbuches zu schlagen. Jedoch ist es seit Mitte 2007 hinsichtlich der Hypothekenkrise schwieriger/risikoreicher geworden und wird ebenso in 2008 noch angespannter. Daher sollte man speziell als Kleinanleger versuchen sein Risiko breit zu streuen und nicht unbedingt alles auf ein Pferd setzen.

Sehr interessant könnte dabei vor allem der Rohstoffsektor sein, wenn es z.B. um Carbon, Stahl und ähnliche geht. Des Weiteren spielen sicherlich auch Luxusgüterhersteller eine Rolle in gut diversifizierten Portfolios, da sie im Falle eines erwarteten Konjunkturabschwungs meist weniger betroffen sind.

Eines sollte man vorher jedoch genau betrachten und entscheiden. Kauft man Aktien langfristig und kennt sich mit dem Unternehmen / in der Branche aus oder möchte man nur kurzfristig am Auf-/Abstieg einer Aktie partizipieren, denn dann ist es besonders wichtig ständig am Ball zu bleiben und möglichst schnell und an viele Information zu kommen. Halbherzigkeit kann sonst jede noch so schöne Renditevorstellung zu nichte machen und umfangreiche Verluste herbeiführen.

Helfen können neben den Standardinformationen wie Kursdaten, Chartanalysen und Quartalsberichten z.B. Dinge wie “Insiderhandel“, also sogenannte Directors Dealings(eigener Aktienkauf oder Verkauf des Managements eines Unternehmens), die ein gutes Indiz für eine positive oder negative Risikoentwicklung sein können:

Linktipps:
FTD Insider-Index
Finanzen.net Insiderdaten


  • Finanzblog – Archiv